Der TagSo riechen Parteien - wonach riechen Sie?
Wenn man denkt, doofer geht's nicht mehr, dann kommt von irgendwo eine Duftwolke her: Diplom-Psychologe Dr. Joachim Mensing - arbeitete unter anderem für bekannte Hersteller wie "Estée Lauder" und entwickelte den Duft-Klassiker "Cool Water" von Davidoff (konnte ich noch nie gut riechen) - hat für die "Bild"-Zeitung ein etwas ungewöhnliches Experiment gewagt: Wie duftet Politik? Oder: Was wäre, wenn Parteien Parfüms wären?
Wenn Sie nun auf holzig-ledrig-rauchig stehen, dann haben Sie Pech gehabt: Da ich nicht davon ausgehe, dass der/die gewöhnliche ntv.de-LeserIn auf die AfD abfährt, ein Schock, oder? Denn ledrig-animalische Düfte stehen für Männlichkeit – ob AfD-Chefin Alice Weidel diese Duftrichtung auch mag, ist nicht bekannt. (Düfte mit starker Ledernote: "Tuscan Leather" von Tom Ford, "Cuir Intense" von Guerlain. Gemein, wer soll das jetzt noch kaufen?)
Die CDU dagegen duftet laut Mensing nach klassischen Fruchtnoten und leuchtenden Blumen - ob das dem Partei-Chef Friedrich Merz auch gefällt? (In diese Duftfamilie fallen viele Klassiker: "Paris" von Yves Saint Laurent, "Super" von Estée Lauder oder "Trésor" von Lancôme.)
Die SPD von Bundeskanzler Olaf Scholz duftet "floriental", ein Duft, der früher sehr beliebt war - wie die Partei. (Typische Parfüms dieser Richtung sind: "L'Heure Bleue" von Guerlain, "Narcisse" von Chloé, "Loulou" von Cacharel. - Mir wird einiges klar.)
Der Trend der "Garden-Parfümerie" passt - "Tusch" - gut zu den Grünen und ihrer Chefin Annalena Baerbock. (Duftbeispiele für Gemüsenoten: "Verte Euphorie" von L'Atelier Parfum, "Le Jardin de Monsieur McGregor" von 4160 Tuesdays, "Replica From the Garden" von Maison Margiela.)
Die "Chypre-Noten" kommen aus Zypern, stehen für Leistung und Erfolg – das könnte FDP-Chef Christian Lindner auch gefallen. Vielleicht sollte er sich mal mit etwas mehr "Chypre" eindieseln. (Typische Parfüms: "Terre d'Hermès" von Hermès, "Nomade" von Chloé.)