Der TagSo viele UFOs gemeldet wie noch nie
Anrufe, E-Mails und Whatsapp-Nachrichten gehen bei der bundesweiten UFO-Meldestelle CENAP ein. Die Menschen, die sich dort melden, suchen nach einer Erklärung für etwas, das sie am Himmel gesehen haben. Hilfe erhalten sie von den Ehrenamtlichen, die die private Meldestelle in Lützelbach im Odenwald betreiben. Sie versuchen, die "unbekannten Flugobjekte" zu identifizieren. Im letzten Jahr zählte das Centrale Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmels-Phänomene (CENAP) 1084 UFO-Meldungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das waren so viele wie noch nie. "Üblicherweise verzeichnet man im Schnitt 600 bis 800 Meldungen pro Jahr", sagt Leiter Hansjürgen Köhler. Er sieht mehrere Gründe für den Anstieg.
So gab es im letzten Jahr auffällige Konstellation leuchtstarker Planeten wie Venus und Jupiter. Auch helle Sterne wie Sirius sorgten für Meldungen. Die meisten Sichtungen ließen sich jedoch auf Starlink-Satelliten zurückführen, die seit Ende 2019 am Himmel auftauchen. Diese Satelliten seien kurz nach dem Start am Himmel besonders auffällig, wenn sie wie auf einer Perlenkette aufgereiht losfliegen, erläutert Köhler. Andere für die Beobachter "unbekannten Flugobjekte" entpuppten sich als LED-Ballons, Folienballons, Drohnen, Flugzeuge, Hubschrauber, Lichteffektgeräte bei Veranstaltungen oder Meteore. Dass die UFO-Meldungen steigen, liegt auch daran, dass fast immer und überall Handys vorhanden sind, um Aufnahmen zu machen. Raumschiffe von Außerirdischen waren aber auch letztes Jahr wieder nicht dabei.