Der TagSohn ersticht Mutter - mit Pflege überfordert

Vor dem Bonner Landgericht hat ein 56-Jähriger zugegeben, seine pflegebedürftige Mutter erstochen zu haben.
Der Mann soll seine 90-jährige Mutter Ende Juni mit einem gezielten Stich ins Herz getötet haben, weil er mit ihrer Pflege überfordert gewesen sein soll. Nach der Tat lebte er laut Anklage noch drei Tage lang mit der Leiche in der gemeinsamen Wohnung im nordrhein-westfälischen Meckenheim, ehe er den hausärztlichen Notdienst rief.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Nach dem Tod des Vaters 1995 habe der alleinstehende Sohn sein Leben ganz der Mutter gewidmet und sie seit 2006 gepflegt. Im Laufe der Zeit sei sie immer dominanter und fordernder geworden und habe ihn wie ein Kleinkind behandelt, erklärte der 56-Jährige.