Der TagSozialverbände fordern mehr Kindergeld - "wäre konsequent und gerecht"

Von der geplanten Erhöhung der steuerlichen Kinderfreibeträge profitieren vor allem Eltern mit hohem Einkommen. Da will ein Bündnis aus Sozialverbänden genauso wie SPD und Grüne nachbessern und das Kindergeld parallel dazu zu erhöhen. "Die Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrags führt bei Spitzenverdienenden zu einer Entlastung von 377 Euro im Monat, während Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen leer ausgehen, da das Kindergeld nach (Bundesfinanzminister Christian) Lindner bei 250 verbleiben soll", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Daher wäre es nur konsequent, solidarisch und auch gerecht, das Kindergeld in einem ersten Schritt auf 300 Euro anzugeben und perspektivisch auf 377 zu erhöhen", sagte Schneider weiter.
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, sagte den RND-Zeitungen, "eine Erhöhung des Kinderfreibetrags führt dazu, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht". Der VdK forderte mehr staatliche Unterstützung für Kinder, deren Eltern wenig verdienen. "Sollte der Freibetrag steigen, müsste also auch das Kindergeld steigen", sagte Bentele. Auch die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier, spricht sich für eine Erhöhung des Kindergeldes aus. "Jedes Kind muss dem Staat gleich viel wert sein. Darum müssen perspektivisch Kindergeld und Kinderfreibetrag einander angepasst werden."