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Der TagSpanien gräbt Leichen im Tal der Gefallenen aus

23.04.2018, 19:33 Uhr
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Ein riesiges Kreuz prangt über dem sogenannten Tal der Gefallenen. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Spanische Bürgerkrieg liegt nun fast 80 Jahre zurück, doch er knapp unter der Oberfläche sind die Folgen noch heute im Land spürbar. In der Nähe von Madrid sind sie heute auch sichtbar, dort werden im sogenannten Tal der Gefallenen (Valle de los Caídos) vier Leichen exhumiert. Es handelt sich vermutlich um vier Opfer des Regimes - das sollen nun DNA-Tests bestätigen.

Das Tal der Gefallenen beherbergt das Mausoleums Francisco Francos, der als General gegen die spanische Republik putschte, den anschließenden Bürgerkrieg (1936-39) auch mit Hilfe der Nazis gewann und dann das Land bis zu seinem Tod im Jahr 1975 regierte. An seinem Mausoleum wurden 1959 rund 40.000 Opfer des Regimes bestattet, angeblich als "Zeichen der Versöhnung". Doch deren Angehörige wurden nie gefragt.

Sie gingen in den vergangenen Jahren rechtlich dagegen vor und hoffen auf ein Begräbnis nach ihren eigenen Vorstellungen. Bereits vor zwei Jahren bewilligte das ein Richter, der Benediktiner-Orden wehrte sich aber dagegen zunächst - nun gab er aber dem Druck der spanischen Bischofskonferenz nach.