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Der TagSpanischer "Big Brother"-Teilnehmer wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

17.04.2023, 19:11 Uhr

Ein Teilnehmer der TV-Reality-Sendung "Big Brother" ist in Spanien wegen sexuellen Missbrauchs einer Konkurrentin zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. Das zuständige Gericht in Madrid entschied außerdem, dass sich der Verurteilte dem Opfer vier Jahre lang nicht nähern und so lange auch nicht mit der Frau in Kontakt treten darf, wie die spanische Justiz mitteilte. Zudem muss der Angeklagte dem Opfer eine Entschädigung von 6000 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

Haftstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien von den Richtern und Richterinnen häufig zur Bewährung ausgesetzt, wenn der Angeklagte nicht vorbestraft ist. Hierbei steht eine Entscheidung noch aus. Die Tat hat in Spanien großes Aufsehen erregt und beschäftigt das Land seit Jahren. Sie ereignete sich im November 2017 in einem Bett eines zum Haus umfunktionierten Studios der Produktionsfirma Zeppelin TV vor laufenden Kameras - auch wenn der Ausschnitt nie ausgestrahlt wurde. Die Produktionsfirma hatte der Frau im Nachgang die Aufnahmen gezeigt, woraufhin sie Anzeige erstattet. Die beiden Beteiligten waren damals 24 Jahre alt.

Quelle: ntv.de