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Der TagSpürhunde können Long-Covid-Patienten erkennen

17.06.2022, 08:36 Uhr

Mit ihrem außergewöhnlichen Geruchssinn sind Hunde in der Lage, Virusinfektionen zu erschnüffeln. Das gelingt auch noch, wenn der PCR-Test nach einer Corona-Infektion wieder negativ ist, wie ein Forschungsteam unter der Leitung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) im Journal "Frontiers in Medicine" berichtet:

  • In verschiedenen Test-Szenarien konfrontierten die Wissenschaftler neun Corona-Spürhunde mit Proben von Sars-CoV-2-Infizierten, mit Long-Covid-Proben sowie mit Negativproben. Wurden den Hunden Proben von Long-Covid-Patienten und zum Vergleich solche von Gesunden präsentiert, so erkannten sie in über 90 Prozent der Versuche die Patientenproben.

  • "Es ist bekannt, dass infektiöse Atemwegserkrankungen spezifische flüchtige organische Verbindungen freisetzen können", sagt Holger Volk, Leiter der TiHo-Klinik für Kleintiere. Die Ergebnisse der Studie unterstützten die Hypothese, dass diese Verbindungen nach der Erstinfektion langfristig bei Long-Covid-Patienten vorhanden seien.

  • Den Forschern zufolge können die Spürhunde selbst Long-Covid-Erkrankungen identifizieren, wenn auch Antikörpertests keine Aussagen mehr über die Ursache einer Erkrankung treffen können. Dies ermögliche eine optimierte Behandlung der Betroffenen.

Quelle: ntv.de