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Der TagSteimle verteidigt Singen der DDR-Hymne bei AfD-Auftritt

16.07.2026, 15:43 Uhr

Kabarettist Uwe Steimle hat die Kritik an seinem Auftritt bei einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt zurückgewiesen. Dem Internetradiosender "Kontrafunk" sagte er, er habe sich "nichts vorzuwerfen". Er wolle mit Satire aufrütteln und sei "ein alter Linker", den man nicht zu einem "neuen Rechten" machen könne.

Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau die DDR-Nationalhymne "Auferstanden aus Ruinen" angestimmt, viele Besucher sangen mit. Das löste scharfe Kritik aus. Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke sprach von einer Verharmlosung der DDR, Sachsen-Anhalts Aufarbeitungsbeauftragter Johannes Beleites von einer Missachtung der Opfer der SED-Diktatur.

Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau ermittelt derweil wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Hintergrund sind Äußerungen Steimles über Bundeskanzler Friedrich Merz und Altkanzlerin Angela Merkel bei der Veranstaltung. Sein Anwalt weist die Vorwürfe zurück und erklärte, Steimle sei zu einem Gespräch mit der Staatsanwaltschaft bereit.

Quelle: ntv.de