Der TagStudenten protestieren gegen Privatunis in Griechenland
In Griechenland plant die konservative Regierung, private Universitäten ab 2025 zuzulassen. Tausende Studenten in Athen und Thessaloniki protestierten kürzlich gegen das Vorhaben. Studierende und Lehrkräfte haben die Sorge, dass Bildung damit elitär wird, sehr zu Ungunsten staatlicher Einrichtungen. Sie berufen sich auf das Verbot privater Unis, das bislang in der griechischen Verfassung verankert ist. Neben Professoren beteiligten sich auch andere Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes an den Protesten. Bildungsminister Kyriakos Pierrakakis sagte in einem Fernsehinterview, die Kriterien zur Zulassung neuer Hochschulen seien "die strengsten in Europa". Auch werde es für Privat-Unis genauso einen Numerus clausus geben wie für die staatlichen Institutionen.
In Bezug auf den Vorwurf, die Qualität der Abschlüsse könne geringer sein als bei staatlichen Hochschulen, verwies Pierrakakis darauf, dass derzeit rund 40.000 Studenten im Ausland studierten, deren Abschlüsse später ebenfalls anerkannt würden. Jedoch ist hier nicht die Rede davon, ob es sich bei dabei ebenfalls um Privatunis oder öffentliche handelt. Klar ist, dass private Einrichtungen nicht nur zu Wettbewerb zwischen den Einrichtungen hinsichtlich der Lehrkräfte führen könnte, schlimmstenfalls zum Nachteil öffentlicher Universitäten. Ebenso kommt es so deutlich weniger zu sozialer Durchmischung, stattdessen öffnet man das Tor für mehr Abgrenzung.