Der Tag

Der TagStudie: Hitzewelle durch Klimawandel bis zu vier Grad heißer

09.07.2025, 07:03 Uhr

Die jüngste Hitzewelle in Westeuropa ist laut einer Studie wegen des menschengemachten Klimawandels um bis zu vier Grad heißer ausgefallen. Dieser zusätzliche Temperaturanstieg habe auch die Zahl der Hitzetoten erheblich ansteigen lassen, heißt es in einer Studie des Imperial College London. Für die 30 Millionen Bewohner der untersuchten Städte, darunter Paris, London und Madrid, habe sich zudem das Gesundheitsrisiko vergrößert.

534623714
Extreme Hitze macht den Menschen in Deutschland zu schaffen. Mit Höchsttemperaturen zwischen 36 und 39 Grad erreichte die Hitzewelle vor einer Woche ihren Höhepunkt auch in Köln am Rhein. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Bei der extrem frühen, starken und lang andauernden Hitzewelle waren seit Ende Juni in vielen Ländern Europas die Temperaturen auf über 40 Grad Celsius gestiegen. Die Wissenschaftler schätzen die Zahl der durch die Hitzewelle vorzeitig gestorbenen Menschen in den zwölf untersuchten Städten auf 2300. Ohne den Klimawandel hätte es etwa 1500 Todesfälle weniger gegeben, heißt es in der Studie.

"Für Tausende von Menschen kann ein Temperaturanstieg um nur zwei oder vier Grad eine Frage von Leben und Tod sein", sagte Garyfallos Konstantinoudis vom Imperial College London. Deshalb seien Hitzewellen als "stille Killer" bekannt. "Die meisten Todesfälle ereignen sich zu Hause oder in Krankenhäusern fernab der Öffentlichkeit und werden selten gemeldet", fügte er hinzu.

Quelle: ntv.de