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Der TagStudie: Hoher Fleischkonsum gefährdet globale Lebensmittelversorgung

10.10.2022, 08:28 Uhr

Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung hält die Unternehmensberatung PwC Strategy& ein Umsteuern bei der Nahrungsmittelproduktion für dringend notwendig. Das aktuelle System sei nicht belastbar, heißt es in der Studie "The Coming Sustainable Food Revolution" (zu Deutsch: "Die kommende nachhaltige Ernährungsrevolution"). Schon der Ukrainekrieg habe ausgereicht, um einen dramatischen Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelpreise auszulösen. Vor allem der hohe Fleischkonsum gefährde die künftige globale Lebensmittelversorgung.

  • Rund 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche würden derzeit direkt oder indirekt für die Fleischproduktion verwendet. Damit würden jedoch nur 11 Prozent des weltweiten Kalorienverbrauchs gedeckt.

  • Schon der Ersatz von Rindfleisch durch Hühnerfleisch könne die Kohlendioxidemissionen bei der Fleischproduktion halbieren und den Wasserverbrauch um rund 30 Prozent reduzieren, heißt es in der Studie. Noch größer sei der Effekt bei einer Umstellung auf vegetarische oder vegane Ernährung.

  • Gleichzeitig müssten aber auch die Ernte und die Lieferketten effizienter gemacht werden, damit weniger Waren auf dem Weg zum Verbraucher verderben.

  • Aktuell müsse noch rund ein Drittel aller Nahrungsmittel infolge von Verzögerungen und Ineffizienz bei der Ernte, der Logistik oder im Handel entsorgt werden.

Quelle: ntv.de