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Der TagStudie: Zahl der Kliniken halbieren

15.07.2019, 09:41 Uhr

Deutschland braucht laut einer Studie mehr große Krankenhäuser. Kleine Kliniken verfügten häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung, um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall angemessen behandeln zu können, heißt es in einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung. Ärzte, Pflegepersonal und Geräte sollten deshalb in weniger Krankenhäusern gebündelt werden, schlägt die Studie vor. Dadurch ließen sich viele Komplikationen und Todesfälle verhindern, heißt es. Zum Beispiel könnten dann Facharztstellen häufiger rund um die Uhr besetzt sein.

Inzwischen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) reagiert. "Wer vorschlägt, von ca. 1600 Akutkrankenhäusern 1000 platt zu machen und die verbleibenden 600 Kliniken zu Großkliniken auszubauen, propagiert die Zerstörung von sozialer Infrastruktur in einem geradezu abenteuerlichen Ausmaß", schreibt DKG-Präsident Gerald Gaß. Bei einem Großteil der Versorgung in den Krankenhäusern handele es sich um medizinische Grundversorgung, wie Geburten oder altersbedingte Krankheitsbilder der Inneren Medizin. Auch sei "absolut unbelegt", dass eine Bündelung die Patientenversorgung verbessern würde.

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