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Der TagSüdafrikanische Forschende schützen Nashörner mit Radioaktivität

01.08.2025, 13:08 Uhr
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Für die Tiere ist die Strahlung kein Problem - für die Wilderer schon eher. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nicht nur in den USA gibt es radioaktive Tiere (siehe Eintrag von 06:44 Uhr), sondern auch in Afrika. Denn südafrikanische Forschende haben einen Weg gefunden, dem Schmuggel von Rhinozeros-Hörnern nach Asien ein Ende zu setzen - und die bedrohten Tiere besser zu schützen. Mitarbeitende des "Projekts Rhisotope" injizieren radioaktives Material in das Horn von Nashörnern. Dadurch können die Hörner aufgespürt und ihre Herkunft rückverfolgt werden.

Selbst kleine Mengen radioaktiver Isotope sind nach Angaben von Professor James Larkin, dem wissenschaftlichen Leiter des Projekts, stark genug, um von Strahlendetektoren an Grenzposten aufgespürt zu werden. Gleichzeitig könne die Dosis den Tieren gesundheitlich nicht schaden. Die Theorie hinter der Methode: Wenn Wilderer die Hörner nicht mehr außer Landes schmuggeln können, haben sie kaum Grund, die Tiere für ihr begehrtes Horn zu töten. Afrikas Population von geschätzt 24.000 Nashörnern ist durch illegale Wilderei stark gefährdet.

Quelle: ntv.de