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Der TagSyrien erlebt heftigste Kämpfe seit Monaten

05.10.2017, 14:07 Uhr
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Ein Kämpfer der SDF-Truppen schießt von einem Hausdach in Rakka. (Foto: REUTERS)

Seit Ende letzten Jahres hat sich die Lage in Syrien dramatisch geändert: Die Terrormiliz Islamischer Staat wurde massiv zurückgedrängt, die IS-"Hauptstadt" Rakka ist umstellt und die Belagerung Deir Ezzors wurde gebrochen. Die kurdisch-arabischen SDF-Truppen haben große Geländegewinne gemacht und der blutige Kampf um Aleppo sind beendet. Friedlicher ist es dennoch nicht geworden.

  • Nach Angaben des Roten Kreuzes toben in mehreren Regionen Syriens die heftigsten Kämpfe seit der Schlacht um Ost-Aleppo Ende letzten Jahres. Hunderte Zivilisten seien dabei verletzt worden. Bis zu zehn Krankenhäuser seien in den letzten zehn Tagen beschädigt worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit. Dadurch seien Hunderttausende von medizinischer Versorgung abgeschnitten.

  • "In den vergangenen beiden Wochen haben wir einen beunruhigenden Anstieg an Militäraktivitäten beobachtet, bei denen eine hohe Zahl von Zivilisten verletzt wurde", sagte die Chefin der IKRK-Delegation in Syrien, Marianne Gasser.

  • Kämpfe würden nicht nur aus Rakka, Deir Essor und West-Aleppo gemeldet, sondern auch aus Sicherheitszonen wie Idlib, der Region Hama und Ost Ghuta.