Der TagTV-Show wegen simulierter Folter in der Kritik
In Ägypten scheinen TV-Produzenten ein seltsames Verständnis von "Unterhaltung" zu pflegen. In dem Land am Nil steht derzeit eine TV-Show wegen simulierter Folter und der Einschüchterung ihrer Studiogäste in der Kritik.
In der Sendung "Ramis offiziell verrückt" werden Gäste an einen "Geständnis"-Stuhl gefesselt, erhalten Elektroschocks und werden mit Hilfe eines hydraulischen Arms durch die Luft gewirbelt.
In anderen Momenten wird ihnen etwa Ertrinken angedroht.
Nutzer im Internet kritisierten die am Freitag erstmals ausgestrahlte Show. Ein Twitter-Nutzer sprach von "psychologischem und körperlichem Missbrauch" und "buchstäblicher Folter". Zum Hintergrund: Im autoritär geführten Ägypten werden Regierungskritiker und andere Inhaftierte nach Angaben von Menschenrechtlern tatsächlich mit brutalen Mitteln gefoltert.