Der Tag Täglich diskriminiert: Hape Kerkeling kehrt Italien den Rücken
Hape Kerkeling hat erstmals öffentlich erklärt, warum er Italien den Rücken kehrte: Als schwuler Mann habe er dort massive Diskriminierung erlebt. Im Interview mit dem Stern spricht er von einer "tagtäglichen" Belastung und einem Land, das "nicht auf der Höhe der Zeit" sei. "Ich wurde in Italien als schwuler Mann so diskriminiert, dass ich dort nicht mehr sein wollte", so Kerkeling. Besonders kritisch äußert er sich über die Regierung von Giorgia Meloni, deren Kurs er als "Schritt in die falsche Richtung" bezeichnet.
Der deutsche Entertainer hatte über Jahre hinweg mehrere Monate im Jahr in Italien verbracht. Im Gespräch vergleicht er Italien mit Skandinavien, wo gleichgeschlechtliche Paare kaum auffielen. Deutschland liege dazwischen: Auch subtile Reaktionen seien für Betroffene spürbar diskriminierend. Zugleich betont Kerkeling seine Verbundenheit zu Deutschland. Besonders das Ruhrgebiet und Rheinland bedeuten ihm viel - ebenso die Freiheit, die nach den Verbrechen des "Dritten Reichs" erkämpft wurde. "Ich kann hier sitzen und laut sagen: Ich bin schwul", so Kerkeling.