Der TagTausende Iraker protestieren am Jahrestag von US-Drohnenangriff
Ein Jahr nach dem tödlichen US-Drohnenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani und seinen irakischen Gefolgsmann Abu Mahdi al-Muhandis haben in Bagdad Tausende Iraker gegen die USA protestiert. Die Hauptkundgebungen fanden auf dem Tahrir Platz und in der Nacht zuvor am Flughafen von Bagdad an jenem Ort statt, an dem Soleimani und al-Muhandis tödlich getroffen worden waren. Die Demonstranten beschimpften die USA als "großen Satan" und den irakischen Regierungschef Mustafa al-Kadhemi als "Agenten" der USA.
Das US-Militär hatte vor einem Jahr auf Anordnung von Präsident Donald Trump den einflussreichen iranischen General mit einem gezielten Drohnenangriff getötet. Soleimani hatte die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt. Washington begründete den Angriff damit, dass Soleimani Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe. Im Juli erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, der US-Angriff sei eine "willkürliche Tötung" gewesen.