Der TagTierärztin attestiert Ostsee-Buckelwal "reelle Chance"
Die Achterbahnfahrt zwischen Hoffen und Resignation geht weiter: Nachdem der Buckelwal vor der Insel Poel tagelang scheinbar kurz vorm Sterben war (so klang es jedenfalls in den Berichten von Experten und Expertinnen vor Ort), gibt es nun wieder Lebenszeichen des Tieres. Das Team der privaten Rettungsinitiative zeigt sich optimistisch. Das seit mehr als zwei Wochen dort liegende Tier habe eine reelle Chance, dort wegzukommen, sagte die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert von der Insel Föhr im Hafen von Kirchdorf auf Poel. "Wir versuchen im Sinne des Tieres, ohne Stress dieses Tier aus dieser misslichen Lage zu befreien."
Die heftigen Bewegungen des Tieres am Morgen mit kräftigen Schlägen der Schwanzflosse, der Fluke, wertete sie als gutes Zeichen. "Er hat sich heute beim Umdrehen fast so ein bisschen hin- und hergewälzt." Das sei ein Zeichen, dass er keine großen Verletzungen habe. Der Wal zeige, dass er sich bewegen wolle. "Wir haben gemerkt, man kann Kontakt mit dem Tier aufnehmen", sagte Bahr-van Gemmert weiter. Die nassen Tücher, die am Vortag erstmals auf den Rücken des Wals gelegt wurden, seien ganz wichtig für die Haut, sagte die Tierärztin. Die Helfer hätten dabei mit einer bestimmten Salzlösung gearbeitet, da der Atlantik viel salzhaltiger als die Ostsee sei. Die Tierärztin sagte weiter, an dem gegenwärtigen Ort könne der Wal nicht in Ruhe sterben. Die Umgebung sei völlig untypisch für ihn. Vorbeifahrende Schiffe machten Lärm.
Der Wal liegt nach RTL/ntv-Informationen jetzt mit dem Kopf in Richtung Fahrrinne. Das Tier soll jetzt Ruhe bekommen. Die Rettungsaktion soll morgen richtig starten.