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Der Tag TikTok gibt Diskriminierung zu

Das Soziale Netzwerk TikTok hat zugegeben, Menschen mit einer Behinderung diskriminiert zu haben. "Als Reaktion auf eine Zunahme von Mobbing in der App haben wir frühzeitig eine unbeholfene und zeitlich befristete Regelung umgesetzt", sagte ein Firmensprecher dem US-Portal "The Verge". "Unsere Absicht war gut, wir haben aber einen falschen Ansatz gewählt." Die entsprechenden Regeln gebe es inzwischen nicht mehr. Unklar ist, wie lange sie angewendet wurden.

Das Portal Netzpolitik.org hatte berichtet, dass die Moderatoren bei TikTok angewiesen worden seien, Videos von bestimmten Menschen in ihrer Reichweite zu begrenzen. Dazu gehörten neben Menschen mit einer Behinderung auch homosexuelle und dicke Menschen, hieß es. Sie seien auf einer Liste von "Besonderen Nutzern" gelandet, deren Videos grundsätzlich als Mobbing-Risiko betrachtet würden. Der eigentliche Inhalt der Videos habe dabei keine Rolle gespielt. Als Beispiele für die betroffenen Nutzer nennen die zitierten Richtlinien "entstelltes Gesicht", "Autismus" und "Downsyndrom".

Quelle: ntv.de