Der TagTinder-Ersatz: Iran gründet Zentren für Partnersuche

Ob das Angebot mit Tinder und Co mithalten kann, wird sich zeigen. Doch die iranische Regierung will landesweit Zentren für die Ehepartnersuche einrichten, um so Jugendliche zum Heiraten und Kinderbekommen zu motivieren. Das Parlament habe dazu ein neues Gesetz verabschiedet, gab der Abgeordnete Amir-Hussein Bankipur bekannt. Die Einrichtung der Zentren sei im Einklang mit dem neuen Gesetz "Verjüngung der Bevölkerung" und die islamische Alternative zu den im Land verbotenen Partnerbörsen, sagte der Abgeordnete dem Nachrichtenportal Khabar-Online zufolge. Wie die Zentren konkret arbeiten und welche Kriterien für die Suche von Ehepartnern gelten, ließ er offen.
Die neue erzkonservative Regierung von Präsident Ebrahim Raisi und das von Hardlinern dominierte Parlament wollen Jugendliche auch mit finanziellen Anreizen zum Heiraten bewegen, vor allem sollen sie Kinder zeugen.
Wegen der US-Sanktionen und der Wirtschaftskrise sind für viele junge Iraner Ehe und Kinder momentan kein Thema.
Beziehungen ohne Trauschein sind in dem streng islamischen Land ein absolutes Tabu - die junge Generation beachtet das allerdings kaum noch.