Der TagTod von bedrohter Ärztin löst Fassungslosigkeit aus
Der Tod einer Ärztin in Österreich, die von Gegnern der Corona-Maßnahmen Morddrohungen bekam, macht fassungslos, wütend und traurig. In sozialen Netzwerken drücken zahlreiche Menschen ihre Bestürzung und eben Wut aus. Der Hashtag "QuerdenkerSindTerroristen" und weitere Hashtags zu dem Fall sind gerade in den Twitter-Trends. "Auch wenn die letzte Handlung eine eigene gewesen sein mag, Fremdverschulden liegt hier vor", schreibt jemand bei Twitter. An anderer Stelle heißt es: "Ich will echt, dass jede einzelne Person, die der Ärztin gedroht hat, von der Polizei hört. Man kann das nicht so stehen lassen. Es ist so unfassbar. Ich bin so zornig." Ein anderer schreibt, dem Suizid sei eine wiederholte seelische und eine körperliche Bedrohung vorausgegangen. "Der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, der wir als Gesellschaft entschlossen entgegen treten müssen und werden."
Auch mehren sich Vorwürfe an die Behörden, zu wenig getan zu haben. Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten, hatte die Medizinerin über längere Zeit Polizeischutz erhalten. Nach eigenen Angaben hatte die Ärztin aber auch selbst rund 100.000 Euro für Schutzmaßnahmen ausgegeben. Diese Kosten könne sie sich nicht leisten, sie schließe deshalb die Praxis, schrieb sie kurz vor ihrem Tod. Die Staatsanwaltschaft Wels bestätigte laut der Nachrichtenagentur APA einen Suizid.