Der TagTodesurteil für bedrohte Arten? Trump will Schutz lockern
Dass Donald Trump kein wirklicher Naturfreund ist (es sei denn, es geht um den Rasen auf seinen Golfplätzen), zeigt sich unter anderem daran, dass die USA nicht an der Weltklimakonferenz in Brasilien teilnehmen. Und an der Tatsache, dass der Präsident kurzerhand den Rosengarten am Weißen Haus mit Beton übergießen ließ. Auch das jüngste Vorhaben der US-Regierung reiht sich in diese Liste ein: Washington will Schutzbestimmungen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufweichen. Der Nachrichtenagentur Reuters vorliegende Entwürfe sehen unter anderem vor, wirtschaftlichen Aspekten und Fragen der nationalen Sicherheit mehr Gewicht bei der Ausweisung von schutzwürdigen Lebensräumen zu geben. Die US-Behörde für Fischerei und Wildtiere erklärte, die Änderungen stellten ein Gleichgewicht zwischen Artenschutz und der Entwicklung von Infrastruktur her.
Umweltschutzgruppen kritisierten die Pläne hingegen scharf. Sie seien ein Todesurteil für bedrohte Arten wie den Monarchfalter oder den Florida-Manati, sagte Stephanie Kurose von der Organisation Center for Biological Diversity. Die Trump-Regierung macht damit Regelungen rückgängig, die sein Vorgänger Joe Biden erlassen hatte, um Lockerungen aus Trumps erster Amtszeit aufzuheben.