Der TagTödliche Brände ausgelöst? Maui verklagt Stromversorger
Es waren die folgenschwersten Brände in den USA seit mehr als 100 Jahren: Die Feuer auf der Hawaii-Insel Maui zerstören Anfang August mehr als 2200 Gebäude und verursachen einen geschätzten Sachschaden von mehr als 5,5 Milliarden Dollar. In der fast vollständig zerstörten Stadt Lahaina kamen mindestens 115 Menschen ums Leben. Helfer durchsuchen noch immer mit Leichenspürhunden die ausgebrannten Gebäude, die Opferzahl dürfte noch steigen.
Gut zwei Wochen nach Ausbruch der Brände hat der Bezirk Maui nun Klage gegen den örtlichen Stromversorger eingereicht. Darin wirft die Behörde dem Energiekonzern Hawaiian Electric unter anderem Fahrlässigkeit vor. So habe der Konzern es versäumt, das Stromnetz abzuschalten, obwohl das Wetteramt zuvor wegen hoher Feuergefahr, begünstigt durch Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde, eine "Red Flag"-Warnung für die Hawaii-Inselkette herausgegeben hatte. Der Bezirk hält dem Konzern auch vor, Strommasten und andere Einrichtungen schlecht gewartet und vernachlässigt zu haben. Herabfallende Stromkabel hätten trockene Vegetation in Brand gesetzt und so die Feuer ausgelöst, heißt es in einer Mitteilung.
