Der TagTönnies will für Angestellte Wohnungen bauen
Nach heftiger Kritik an teils elenden Unterkünften für Arbeiter der Fleischindustrie will Tönnies rund 70 Häuser mit bis zu 1500 Wohnungen bauen. Ziel sei es, Werkvertragsarbeitern, die künftig fest beim Unternehmen angestellt werden sollten, "günstige und gut ausgestattete Wohnungen nach einem festen Standard" bereitzustellen, kündigte Deutschlands größter Fleischkonzern an. Im Zuge des Corona-Massenausbruchs am Stammsitz im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück waren auch die Wohnbedingungen vieler Arbeiter bemängelt worden.
Zum 1. Januar 2021 wolle der Konzern in den Kernbereichen der Produktion auf direkt beim Unternehmen angestellte Kräfte setzen, betonte Tönnies erneut. Der Großteil der derzeit noch im kritisierten Werkvertragsarbeiter-Status beschäftigten Menschen wohne in privat angemieteten Wohnungen und Häusern. Rund 30 Prozent lebten aber in von den Werksunternehmen zur Verfügung gestellten Wohnungen - und vor allem für diese Gruppe wolle man neuen Wohnraum schaffen.
Sehen Sie auf TV NOW, wie der Ermittler Tamer Bakiner in Osteuropa eine direkte Einsicht in das Netzwerk aus Werkvertragsunternehmen bekommt und warum die Arbeiter in Deutschland oft weit weniger als den Mindestlohn verdienen.