Der TagTote Grindwale stranden vor Niedersachsens Küste

Vor der niedersächsischen Küste im Nationalpark Wattenmeer sind drei verendete Grindwale angetrieben. Ein Kadaver wurden laut der Nationalparksverwaltung in Wilhelmshaven bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt. Ein weiterer Kadaver lag am Rande der Leybucht. Westlich von Borkum wurde ein dritter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen. Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit untersuchten alle drei Kadaver, um eine Seuchengefahr auszuschließen.
Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.