Der Tag

Der TagToten Vater im Kofferraum mit nach Italien genommen - Sohn in Psychiatrie

07.04.2025, 16:54 Uhr
d268cb725102329c6d39a9488b47a6b8
Der 32-Jährige verzichtete auch auf das letzte Wort vor Gericht. (Foto: dpa)

Er sei in die Küche gekommen, wo sein Vater blutüberströmt auf dem Boden gelegen haben soll. Zwei ihm nicht bekannte Männer sollen dort gewesen sein, vielleicht Mafiosi? Etwa so soll ein 32-Jähriger geschildert haben, wie sein Vater ums Leben gekommen sein soll. Die Staatsanwaltschaft geht von einem anderen Szenario aus: Demnach stach der Mann sechs Mal auf seinen 60 Jahre alten Vater ein. Dieser erlitt mehrere Brüche, ein Schnitt am Hals war tödlich. Die Version des 32-Jährigen erklärt auch nicht, warum er sich dann dazu entschied, seinen Vater in Decken und einen Teppich einzuwickeln, ihn in den Kofferraum seines Autos zu packen und mit ihm nach Italien zu fahren. Der Fall aus Oberbayern, der mit einer Panne nicht weit entfernt vom italienischen Neapel endete, gibt weiterhin Rätsel auf. Und der Sohn ließ auch beim Prozess vor dem Landgericht Traunstein alle Fragen des Gerichts unbeantwortet. Nur mit einem Sachverständigen hatte er vor Verhandlungsbeginn gesprochen, der dem Gericht von einem umfangreichen Cannabiskonsum und mehreren Aufenthalten in der Psychiatrie berichtete. Zu seinem Vater, bei dem der 32-Jährige nach der Trennung der Eltern aufgewachsen war, hatte der junge Mann eigentlich ein gutes Verhältnis.

Das Landgericht ordnet für den Mann die Unterbringung in der Psychiatrie wegen Totschlags an. Das hatten in dem Sicherungsverfahren auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung beantragt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilt. Wegen einer psychischen Erkrankung wurde er als schuldunfähig eingestuft.

Quelle: ntv.de