Der TagTouristen in Berlin bei propalästinensischer Demo attackiert
Wo leben wir? Sorry, ich frage das, weil ich es an dieser Stelle hier in diesem Format auf der unabhängigen Nachrichtenseite meines Arbeitgebers ntv.de kann und mein Name über dem heutigen Format steht. Ich habe absichtlich nicht "Israelische Touristin in Berlin bei propalästinensischer Demonstration attackiert geschrieben" - hätten Sie sonst draufgeklickt? Ja, man darf demonstrieren in Deutschland, anders, als anderswo auf der Welt. Dass diese Situationen immer wieder schamlos ausgenutzt werden, dahingehend, andere Menschen auch physisch anzugreifen, geht nicht. Wem die Stadt - oder ihre Besucher, die hierherkommen, also natürlich auch Israelis und Juden - nicht gefallen, der sollte gehen. Und dort weiter demonstrieren. PS: Jeder Antisemitismus geht natürlich nicht. Gewalt lässt sich nicht mit Gewalt lösen. Alte Erkenntnis, immer noch wahr.
Folgendes ist passiert:
Bei einer Versammlung von 1800 Demonstranten wurden eine israelische Touristin und ihr Vater angegriffen, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte. Die Frau habe etwas Proisraelisches in Richtung der Demonstration gerufen. Daraufhin seien die beiden mit Schlägen und Tritten angegriffen und leicht verletzt worden. Die junge Frau rief, laut "Bild"-Zeitung, die mit dem Vater der Angegriffenen sprach und der selbst auch verletzt wurde: "Bring them home" - dies aber erst, nachdem bereits an ihr gezerrt wurde. "Ich war schon oft in Deutschland und in Berlin zu Besuch, und auch gerne – aber etwas hat sich hier verändert, es scheint in all diesem Hass keine Grenzen und rote Linien mehr zu geben“, sagt der Vater. Seine Tochter, wollte eventuell beruflich in Berlin Fuß fassen; jetzt weiß sie nicht, ob sie ihren Traum weiter verfolgen wird. (soe)