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Der TagTreffen mit Assad? Trumps mögliche Geheimdienstchefin sagt lieber nichts

10.12.2024, 12:27 Uhr

2017 löst Tulsi Gabbard Entsetzen in Washington aus. Die damalige Abgeordnete der Demokraten im US-Repräsentantenhaus reist nicht nur nach Syrien, sondern trifft auch noch den damaligen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Visite inmitten des blutigen syrischen Bürgerkriegs entsetzt frühere Kollegen und das US-Sicherheitsinstitut. Die USA hatten die diplomatischen Beziehungen zu Syrien abgebrochen. Gabbards Besuch wird teils als Legitimation eines brutalen Machthabers gesehen, dem Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Die Gescholtene selbst verteidigt sich mit dem Argument, es sei wichtig, im Dialog zu bleiben.

Inzwischen hat Gabbard den Demokraten den Rücken gekehrt, sich Donald Trump angeschlossen und ihn aktiv im Wahlkampf unterstützt. Der designierte US-Präsident belohnte ihr Engagement mit der Ankündigung, sie zur nächsten Geheimdienstkoordinatorin zu machen. Nicht nur angesichts ihres Syrien-Besuchs löst das weitere Unbehagen aus. Bei einem Termin im Senat am Montag ignorierte Gabbard ihre zugerufenen Fragen zu ihren umstrittenen Reiseaktivitäten im Jahr 2017. Dem Senat kommt die Aufgabe zu, das Regierungsteam Trumps zu bestätigen. Das Thema dürfte auch noch lange nicht vom Tisch sein.

Quelle: ntv.de