Der TagTrend eskaliert: Zehntausende Chinesen steigen nachts auf Rad - bis die Polizei einschreitet

Mit dem Leihfahrrad in eine benachbarte Stadt radeln und von dort auf anderem Weg zurückkommen? Grundsätzlich kein Problem und Radfahren ist gesund! Doch in China ist die Begeisterung für einen nächtlichen Ausflug wohl definitiv ein zu gigantischer Trend geworden: Zehntausende Studierende setzten sich dort zuletzt nachts auf den Drahtesel in Zhenzhou und strampelten mit Leihfahrrädern meistens ins etwa 50 Kilometer entfernte Kaifeng. Dieser Hype, den vier Studentinnen im Sommer ausgelöst hatten, ruft nun sogar die Polizei in der zentralchinesischen Provinz Henan auf den Plan. Nicht nur für die Anbieter der Leihfahrräder bedeuten die Massen-Ausflüge riesigen Aufwand, um die Räder wieder abzutransportieren. Auch die Restaurants und Geschäfte in den Zielorten waren wohl heillos überfordert mit den hungrigen und konsumfreudigen Massen. Deshalb gab es am vergangenen Wochenende erstmal Straßensperren und Kontrollen auf den Fahrradwegen. Online kursieren Aufnahmen von sechsspurigen Straßen, auf denen es für Autos wegen der Massen an Radfahrern kein Durchkommen mehr gab. Weitere Fotos zeigen Straßen und Gehwege, die von geparkten Leihfahrrädern gesäumt und dadurch völlig versperrt waren. Die Fahrradverleiher drohten damit, die Räder zu sperren, sollten sie die Stadtzone Zhengzhous überschreiten.