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Der TagTrump-Regierung macht es schwerer, an ein US-Visum zu gelangen

13.11.2025, 16:41 Uhr

Wer dauerhaft mit einem Visum in den USA leben möchte, sollte in Zukunft darauf hoffen, dass er oder sie die körperlichen Voraussetzungen dafür mitbringt. Denn Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen könnten nach einer neuen Direktive der Regierung von US-Präsident Donald Trump schwerer ein Visum für die USA bekommen. Neben Erkrankungen wie Krebs oder Diabetes könnte demnach auch Fettleibigkeit unter bestimmten Umständen als Ablehnungsgrund gewertet werden, wie unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf eine interne Richtlinie des Außenministeriums berichtete.

Den Medienberichten nach erfolgt die Anweisung im Rahmen der bereits bestehenden Public-Charge-Regelung, die sicherstellen soll, dass Einwanderer das US-Sozialsystem nicht belasten. Bei dem Radiosender NPR und der "Washington Post" hieß es dazu, der Gesundheitszustand potenzieller Einwanderer sei zwar schon immer Teil des Visumverfahrens gewesen. So seien Antragsteller etwa auf übertragbare Krankheiten wie Tuberkulose untersucht und Impfdaten eingeholt worden. Mit der neuen Richtlinie werde dieses Vorgehen jedoch deutlich erweitert. Die Direktive verschaffe Konsularbeamten "einen großen Ermessensspielraum" sowohl bei Einwanderungs- als auch bei Nicht-Einwanderungsvisa, zitierte die "Washington Post" den Anwalt Vic Goel. Die Zeitung berief sich zudem auf einen Diplomaten, wonach das US-Außenministerium aktiv nach neuen Wegen suche, Ausländern die Einreise in die USA zu verweigern oder schlicht das Verfahren zu verlangsamen.

Quelle: ntv.de