Der TagTrump lässt sich Weg zu Kirche mit Tränengas räumen
Wohl um zu demonstrieren, dass er auch während der Proteste in den USA Herr der Lage ist, hatte sich US-Präsident Donald Trump vom Weißen Haus aus mit seinem Gefolge auf dem Weg zur St.-John's-Kirche gemacht, die bei Protesten am Vorabend durch ein Feuer beschädigt und mit Graffiti beschmiert worden war. Die Kirche liegt nördlich vom Weißen Haus - der Weg zu ihr führt durch den Lafayette-Park. Allerdings mussten Sicherheitskräfte zunächst die Demonstranten aus dem Park vertreiben - unter anderem mit dem Einsatz von Tränengas.
Die Bischöfin der Episkopal-Diözese Washington, Mariann Edgar Budde, reagiert allerdings empört. Er habe nicht nur den Einsatz von Tränengas gebilligt, um den Weg zur Kirche zu räumen, er ignoriere auch den Schmerz der Menschen im Land, sagte sie über Trump. Auch der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten, Joe Biden, reagierte empört auf Trumps Auftritt: "Für einen Fototermin" habe der Präsident Tränengas und Gummigeschosse auf Demonstranten feuern lassen.