Der TagTrump macht im Handelskrieg ernst - Trudeau kündigt Vergeltung an

Trump gibt sich ja als vermeintlicher "Friedensstifter", was den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine betrifft. Während diese angebliche Friedensstifterei der pure Zynismus gegenüber der überfallenen Ukraine und ihrem Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist, lässt der US-Präsident in Sachen "Business" ganz deutlich heraushängen, dass er Krieg will, einen Handelskrieg mit Verbündeten und Gegnern. Geschlossenen Freihandelsabkommen zum Trotz sind nun wohl Kanada und Mexiko an der Reihe - mit ungeahnten Folgen für die Weltwirtschaft: Der Republikaner zeigte sich bei einer Pressekonferenz entschlossen, die Strafzölle gegen beide Länder zu erheben. Vom Nachbarn im Norden gibt es eine selbstbewusste Antwort: Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat kurz vor Inkrafttreten der US-Strafzölle gegen sein Land im Gegenzug Zölle in Höhe von 25 Prozent angekündigt. "Sollten die amerikanischen Zölle heute Nacht in Kraft treten, wird Kanada ab (..) 0:01 Uhr Ostküstenzeit mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf amerikanische Waren im Wert von 155 Milliarden Dollar reagieren", erklärte Trudeau am Montagabend (Ortszeit).
Dieses Damoklesschwert schwebt bereits seit Wochen über beiden Ländern: Trump hatte bereits Anfang Februar Zölle von 25 Prozent auf die meisten Importe aus Kanada sowie auf alle Einfuhren aus Mexiko verhängt. Die Zölle setzte Trump dann aber kurz vor dem geplanten Inkrafttreten für 30 Tage aus. Warum der Republikaner einen Handelskrieg vom Zaun bricht, begründet Trump damit, dass beide Ländern nicht genug gegen irreguläre Migration den Drogenschmuggel täten.