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Der TagTürkei: Mutter harrte mit Baby 90 Stunden unter Trümmern aus

10.02.2023, 08:20 Uhr
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Satellitenaufnahmen zeigen, wie verheerend das Erdbeben ist. (Foto: dpa)

Mit jedem Tag seit dem Erdbeben in der Türkei und in Syrien sinkt die Chance, Lebende in den Trümmern zu finden. Doch dann gibt es Meldungen wie die folgende, die die Helferinnen und Helfer wohl motivieren, sich weiter stundenlang durch den Schutt zu wühlen: Nach 90 Stunden ist es gelungen, ein zehn Monate altes Baby mit seiner Mutter zu retten. Die Helfer umwickelten den Säugling mit einer Wärmedecke, wie Bilder zeigten. Nach Angaben der Istanbul Feuerwehr, die an der Rettung beteiligt war, wurden die beiden in der vergangenen Nacht im Bezirk Samandag der Provinz Hatay lebend gefunden. Die beiden sind nicht die einzigen, die wohl wahnsinniges Glück im Unglück haben: Dort retteten Helfer auch einen Mann nach 101 Stunden unter Trümmern. Die Rettungskräfte benötigten zehn Stunden, um ihn unter einem Betonblock zu befreien, wie der Sender CNN Türk berichtete. Im südosttürkischen Diyarbakir sei am Morgen eine Frau mit ihrem Sohn lebend gerettet worden, berichtete der Sender. Sie seien unter den Trümmern eines zehnstöckigen Gebäudes begraben gewesen.

Derweil steigt auch die Zahl der geborgenen Leichen in der Türkei weiter. Bei dem schweren Erdbeben in den beiden Ländern sind mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen. Damit übersteigt die Zahl der Todesopfer die des verheerenden Bebens von 1999 in Izmir nahe Istanbul. Damals kamen mehr als 17.000 Menschen ums Leben.

Quelle: ntv.de