Der TagTürkei und UNESCO zoffen sich über den Zustand der Hagia Sophia

Ein wunderschönes Gotteshaus im Zentrum Istanbuls wird regelmäßig zum Streitobjekt verschiedener Parteien - die Rede ist von der Hagia Sophia. Den jüngsten Zoff löste eine Erklärung des UNESCO-Welterbekomitees aus. Das Komitee äußerte sich "zutiefst besorgt" über den Zustand der einstigen byzantinischen Kathedrale und die Konsequenzen ihrer Umwandlung in eine Moschee vor einem Jahr. Prompt folgte nun die Antwort der Türkei.
Die Einlassungen des Welterbekomitees "über die historischen Stätten Istanbuls" seien "von vorurteilsbehafteten, voreingenommenen und politischen Motiven" angetrieben worden, erklärte das Außenministerium in Ankara. Es beschuldigte die Unesco, die türkische Souveränität zu verletzen. Hagia Sophia und die Chora-Kirche seien Staatseigentum und würden "akribisch" geschützt, hieß es in der Erklärung.