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Der TagTunesien sieht Schleuser-Einsatz kritisch

06.10.2015, 08:25 Uhr

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Ein Schiff der griechischen Küstenwache verfolgt ein verdächtiges Boot. (Foto: dpa)

Die Vize-Chefin des Menschenrechtsausschusses im Europaparlament, Barbara Lochbihler, hat die "Militarisierung der Grenzpolitik" Europas kritisiert.

  • Nach einem fünftägigen Aufenthalt in Tunesien sagte sie, dass es in der Regierung des nordafrikanischen Landes überhaupt keine Unterstützung für den Militäreinsatz der EU gegen Schleuserbanden vor der libyschen Küste gebe.

  • "Wenn die Route über Libyen blockiert wird, ist die Not der Flüchtlinge trotzdem groß. Die Schlepper werden eine andere Route wählen und im Zweifel dafür noch mehr Geld verlangen als bisher", betonte Lochbihler.

  • Dabei sei nicht auszuschließen, dass wieder mehr Flüchtlingsboote von Tunesien aus starteten.

Quelle: ntv.de