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Der Tag"Twitter-Killer" gesteht neun Morde

30.09.2020, 10:44 Uhr

An Halloween 2017 machen japanische Polizisten auf der Suche nach einer vermissten Frau eine grausige Entdeckung. In der Wohnung eines Mannes in Tokio entdecken die Beamten Leichenteile und Hunderte Knochenstücke, die in Gefriertruhen und Werkzeugkisten gelagert und teilweise mit Katzenstreu bedeckt sind, um den Gestank zu überdecken.

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Der "Twitter-Killer" bei seiner Festnahme (Foto: imago/Kyodo News)

Jetzt, drei Jahre später, hat der Mieter der Wohnung ein Geständnis abgelegt. Vor Gericht sagte Takahiro Shiraishi, dass er insgesamt neun Menschen ermordet und zerstückelt habe.

Ermittlungen zufolge soll der 29-Jährige über Twitter gezielt selbstmordgefährdete Menschen kontaktiert und ihnen versprochen haben, er könne ihnen bei der Umsetzung ihrer Suizidpläne helfen. Auf diese Weise soll er neun Opfer im Alter zwischen 15 und 26 Jahren geködert haben. Von den Medien wird Shiraishi deshalb als "Twitter-Killer" bezeichnet.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

Bei Suizidgefahr: Notruf 112

Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)

Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.

In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.

Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de