Der Tag

Der TagUN-Bericht prangert mögliche Kriegsverbrechen in syrischen Drusengebieten an

27.03.2026, 16:08 Uhr

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Im Juli 2025 eskalierte die Gewalt in der Region Suweida. (Foto: IMAGO/NurPhoto)

Während der Kämpfe in den syrischen Drusengebieten im letzten Sommer haben nach UN-Einschätzung womöglich beide Seiten Kriegsverbrechen begangen. Es handle sich um "schwerwiegende Verstöße", die sowohl syrische Regierungskräfte als auch bewaffnete drusische Gruppen begangen hätten, erklärt Fionnuala Ni Aolain von der UN-Untersuchungskommission zu Syrien. Hinzu kämen mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch "breit angelegte und systematische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung" in der betroffenen südsyrischen Region Suweida. Die Kommissionsmitglieder hätten "weit verbreitete Hinrichtungen, Folter, geschlechtsspezifische Gewalt und das Niederbrennen von Häusern" dokumentiert. Durch die Gewalt seien insgesamt mehr als 1700 Menschen getötet und 200.000 vertrieben worden. Die Kommission beruft sich auf 409 Augenzeugenberichte.

Quelle: ntv.de