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Der TagUN: Soldaten und "bewaffnete weiße Männer" massakrierten 500 Menschen in Mali

12.05.2023, 15:52 Uhr

Malische Soldaten haben nach UN-Angaben zusammen mit "bewaffneten weißen Männern" in dem westafrikanischen Land im vergangenen Jahr ein Massaker angerichtet. Danach seien mindestens 500 Menschen in dem Ort Moura in Zentralmali exekutiert worden, teilte das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte mit. Dutzende weitere Menschen seien vergewaltigt oder gefoltert worden.

Die Identität der an dem Massaker beteiligten "weißen Männer" bleibe ungeklärt, sagte ein UN-Sprecher. Westliche Regierungen haben sich in der Vergangenheit besorgt über die Anwesenheit von Mitgliedern der russischen Söldnergruppe Wagner in Mali geäußert. Das Massaker habe sich am 27. März 2022 ereignet, heißt es in dem UN-Bericht. Die Soldaten und ausländische Kräfte seien mit Hubschraubern gekommen und hätten das Feuer auf flüchtende Dorfbewohner eröffnet. In den folgenden Tagen seien Hunderte erschossen und die Leichen in Gräben verscharrt worden. "Das sind sehr verstörende Ergebnisse", sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, die den Tatbestand der Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen könnten.

Quelle: ntv.de