Der Tag

Der TagUNO fordert Teheran auf, einzulenken

22.11.2022, 13:22 Uhr

Die Vereinten Nationen prangern das immer härtere Vorgehen des iranischen Regimes gegen Demonstrierende an. "Wir rufen die Behörden auf, auf die Forderungen der Menschen nach Gleichberechtigung, Würde und Rechten einzugehen, anstatt die Proteste mit unnötiger oder unverhältnismäßiger Gewalt zu unterdrücken", sagt UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Er spricht von mindestens 300 Toten seit Beginn der regimekritischen Proteste. Darunter seien mehr als 40 Kinder. Tausende Menschen wurden inhaftiert. Inzwischen verhängen die Behörden auch erste Todesurteile im Zusammenhang mit den Protesten. Allein in der vergangenen Woche seien in kurdischen Städten mehr als 40 Menschen umgekommen, erklärt das UN-Menschenrechtsbüro weiter. Es prangert auch an, dass die Behörden offenbar die Freigabe von Leichen von Getöteten an Bedingungen knüpfen. Familien werden nach diesen Angaben aufgefordert, nicht mit Pressevertretern zu sprechen oder die Todesgründe zu verschleiern.

Quelle: ntv.de