Der Tag

Der TagUS-Außenminister Pompeo besucht "Little Berlin"

07.11.2019, 15:59 Uhr
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Pompeo war in den 80er Jahren selbst als Soldat nahe der deutsch-deutschen Grenze stationiert. (Foto: imago images/photothek)

Anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls ist derzeit US-Außenminister Mike Pompeo in Deutschland. Dabei besuchte er unter anderem das bayerische Dorf Mödlareuth, das die Amerikaner während DDR-Zeiten "Little Berlin" nannten. Denn Mödlareuth war genauso geteilt wie die heutige Bundeshauptstadt. Fünf Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer entstand dort 1966 ebenfalls eine Betonmauer - 700 Meter lang und 3,30 Meter hoch.

Mödlareuth war schon 1810 entlang des Tannbachs geteilt worden, nach dem Ersten Weltkrieg fiel der Westteil dann an Bayern und der Ostteil an Thüringen. Dies hatte vor allem Verwaltungsfolgen, ihren Alltag lebten die Mödlareuther wie ein Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort aber zum Politikum. Am 7. Juli 1945 besetzte die Sowjetarmee den bayerischen Teil, auf Druck der USA zog sie sich erst ein Jahr später zurück. Mit der Teilung Deutschlands wurde auch das Dorf geteilt - inklusive Mauerbau.