Der Tag

Der TagUS-Beamte setzen fast blinden Mann bei Eiseskälte aus - Amt spricht von Tötung

02.04.2026, 12:48 Uhr

Der Tod eines Migranten aus Myanmar in den USA wenige Tage nach seiner Freilassung aus einer Haftanstalt für Einwanderer ist von den Behörden als Tötungsdelikt eingestuft worden. Der 56-Jährige sei an den "Komplikationen eines perforierten Zwölffingerdarmgeschwürs gestorben, ausgelöst durch Unterkühlung und Dehydrierung", teilt das Gesundheitsamt des Bezirks Erie in New York mit. Die Leiche des Migranten, der der muslimischen Minderheit der Rohingya angehörte, war am 24. Februar auf einer Straße in der Stadt Buffalo entdeckt worden.

Medienberichten zufolge hatten US-Grenzschutzbeamte den 56-Jährigen, der demnach nahezu blind war und kein Englisch sprach, fünf Tage zuvor bei eisiger Kälte vor einem Restaurant abgesetzt. Er wurde sechs Kilometer entfernt tot aufgefunden. Die Grenzschutzbehörde CBP erklärte jedoch, die zuständigen Einsatzkräfte hätten festgestellt, dass der 56-Jährige nicht abgeschoben werden könne und ihn daher an einen "warmen, sicheren Ort in der Nähe seiner letzten bekannten Adresse" gebracht. Der Fall löste in den USA Empörung aus. Der Bürgermeister von Buffalo, Sean Ryan, bezeichnete die Todesumstände des Migranten als "zutiefst beunruhigend".

FILE-PHOTO-Community-members-and-loved-ones-carry-the-body-of-Nurul-Amin-Shah-Alam-a-nearly-blind-refugee-from-Myanmar-who-was-missing-since-his-release-from-a-jail-into-the-custody-of-the-U-S-Border-Patrol-and-who-was-later-found-dead-during-his-funeral-service-in-Buffalo-New-York-U-S-February-26-2026
Nurul Amin Shah Alam wurde in Buffalo im US-Bundesstaat New York beerdigt. (Foto: REUTERS)

Quelle: ntv.de