Der TagUS-Polizisten droht nach Tod eines Schwarzen keine Strafe
Wieder einmal steht die Polizei im US-Metropole Minneapolis in der Kritik. Rund zwei Jahre nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben gekommen war, kam es im Februar zu einem weiteren Todesfall, der landesweit Bestürzung auslöste. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilt, wird der Fall jedoch nicht weiter strafrechtlich verfolgt. Nach einer gründlichen Prüfung gebe es dafür keine ausreichenden Beweise, teilten die zuständigen Ermittler mit.
Der 22-Jährige war Anfang Februar von einem Beamten erschossen worden, als die Polizei aufgrund eines Durchsuchungsbefehls eine Wohnung betrat. Auf einem Körperkamera-Video des Einsatzes war zu sehen, wie sich Beamte Zutritt zur Wohnung verschaffen und dann lautstark ihre Anwesenheit ankündigten. Nur wenige Sekunden später trat ein Polizist gegen ein Sofa.
Daraufhin begann der 22-Jährige, der in eine Decke gehüllt auf dem Sofa lag, sich zu bewegen. Er hatte eine Pistole in der Hand. Ein Beamter feuerte daraufhin sofort mehrere Schüsse ab.
Die Staatsanwaltschaft stellte jetzt klar, dass das Opfer weder ein Verdächtiger in den Ermittlungen gewesen noch in den Durchsuchungsbefehlen genannt worden sei. Die Gesamtheit der Umstände ließe aber keine Strafverfolgung zu.