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Der Tag US-Repräsentantenhaus will Washington zum 51. Bundesstaat machen

Das US-Repräsentantenhaus hat in einer historischen Abstimmung dafür votiert, der Hauptstadt Washington den Rang eines Bundesstaats zu geben. In der von den oppositionellen Demokraten dominierten Kongresskammer stimmte eine Mehrheit von 232 zu 180 Abgeordneten für diesen Schritt. Wirkliche Chancen auf eine Umsetzung hat das Vorhaben aber nicht.

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Wird bald Washington DC zum Bundesstaat? Das ist eher unwahrscheinlich.

(Foto: imago/Loop Images)

  • Über den Status von Washington DC gibt es schon seit langem immer wieder Streit. Der Bundesdistrikt ist kein Bundesstaat und gehört auch keinem Bundesstaat an. Die mehr als 700.000 Einwohner der Hauptstadt dürfen deswegen keine Senatoren und keine stimmberechtigten Abgeordneten in den US-Kongress wählen.
  • In dem Gesetzentwurf, der nun das Repräsentantenhaus passierte, wird als Name für den erhoffen künftigen Bundesstaat "Washington Douglass Commonwealth" festgelegt. Damit soll neben dem ersten US-Präsidenten George Washington auch der bekannte schwarze Sklaverei-Gegner Frederick Douglass geehrt werden.
  • Die Initiative dürfte allerdings letztlich im Sande verlaufen. Die Republikaner, die im Senat die Mehrheit stellen, wollen das Vorhaben blockieren.
  • Hinter der Debatte stehen auch parteipolitische Motive: Die Bewohner Washingtons stimmen mehrheitlich für die US-Demokraten. Bekäme die Hauptstadt Senatssitze und Abgeordnetenmandate zugesprochen, würde das den Demokraten nutzen und den Republikanern schaden.

Quelle: ntv.de