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Der TagÜberreste von 300.000 Wehrmachtssoldaten gesucht

12.09.2019, 12:05 Uhr

Fast 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erwartet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch Funde von Hunderttausenden deutschen Soldaten. "Ich glaube, auf dem Gebiet Russlands, der Ukraine und Weißrusslands können wir von 300.000 reden, die noch gefunden werden können", sagte Volksbundpräsident Wolfgang Schneiderhan.

Der Ex-Bundeswehr-General nahm an der Einbettung von 1837 Toten der Schlacht von Stalingrad auf dem deutschen Friedhof Rossoschka teil. Die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43 gehörte zu den blutigsten des Zweiten Weltkrieges mit mehr als 700.000 Toten.

"Wir können Russland dankbar sein, dass wir hier Friedhöfe errichten und Erinnerungsorte für die Angehörigen schaffen können", sagte Schneiderhahn. Seit Beginn seiner Arbeit in Russland hat der Volksbund mehr als 400.000 Soldaten eingebettet.