Der TagUmweltsünde? Capri-Sun will Plastikstrohhalm zurückholen
Der Trinkbeutel-Hersteller Capri-Sun hat eine Online-Petition für die Rückkehr zum Plastikstrohhalm gestartet. Auf der Plattform change.org will das Unternehmen insgesamt eine Million Unterschriften sammeln - um diese an die EU-Kommission weiterzureichen. Capri-Sun-Chef Roland Weening hatte zuvor der Schweizer "Sonntagszeitung" gesagt, er wolle auf eine Ausnahmegenehmigung bei der EU für das Verbot von Einweg-Plastikstrohhalmen hinwirken.
Umweltschützer sehen das Vorhaben von Capri-Sun äußerst kritisch. "Das Produkt an sich ist schon eine Einweg-Katastrophe, es wird direkt zu Müll ", sagte Viola Wohlgemuth vom Bündnis Exit Plastik. "Eine Wiedereinführung des Plastikstrohhalms wäre ein Schritt zurück ins vergangene Jahrhundert."Capri-Sun, das in Eppelheim bei Heidelberg produziert, verwendet seit 2021 Papierstrohhalme. Weening hatte gesagt, das Unternehmen arbeite daran, in der Schweiz und in Nachbarländern wieder auf Plastikstrohhalm umzustellen. Kunden störe, dass sich der aktuell verwendete Papierstrohhalm schlechter einstecken lasse, weich werde und zu einem Papiergeschmack beim Trinken führe.