Der Tag

Der TagUnfall bei Tempo 210: Todesraser muss ins Gefängnis

13.11.2025, 21:50 Uhr
Feuerwehrleute-arbeiten-an-der-Unfallstelle-auf-der-A59-kurz-vor-der-Ausfahrt-Duisburg-Hochfeld-in-Fahrtrichtung-Duesseldorf-Zwei-Menschen-starben-bei-den-Unfall
Für die beiden Insassen des Fahrzeugs - Mutter und Sohn -kam jede Hilfe zu spät. (Foto: picture alliance/dpa/WTVnews_Duisburg)

Als sich ein junger Mann in der Nacht auf den 18. April dieses Jahres auf den Weg von einer Geburtstagsparty nach Hause macht, hat er Alkohol und Kokain im Blut. Er sitzt am Steuer eines 450 PS starken Audi RS5, der auf seine Mutter zugelassen ist. Einen Führerschein besitzt der 33-Jährige nicht. Auf der Autobahn 59 bei Duisburg beschleunigt er das Fahrzeug auf 210 km/h. Erlaubt sind 100. Dann passiert das Unglück: Sein Audi fährt auf einen Kleinwagen auf. Die Kollision ist so verheerend, dass die beiden Insassen des Wagens - ein 43 Jahre alter Mann und seine 80 Jahre alte Mutter - noch an der Unfallstelle sterben. Der 33-jährige Unfallverursacher wird lebensgefährlich verletzt, Rettungskräfte müssen ihn aus dem Sportwagen befreien.

Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Ereignis ist nun das Urteil über den Todesraser ergangen. Der Deutsche muss sechs Jahre und zehn Monate in Haft. Das Urteil des Duisburger Schwurgerichts lautet auf verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hatte Mann ursprünglich wegen Mordes in zwei Fällen angeklagt, war davon im Laufe des Prozesses jedoch abgerückt. Einen Tötungsvorsatz sahen auch die Richter des Duisburger Schwurgerichts nicht. Laut Urteil ist der 33-Jährige davon ausgegangen, dass seine Hochgeschwindigkeitsfahrt ohne Folgen bleiben werde. Damit habe er jedoch "fatal falsch" gelegen.

Quelle: ntv.de