Der TagUni kriegt Lösegeld mit hohem Gewinn zurück
Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, sagt man. Das kann tatsächlich auch mal von Vorteil sein, wie diese Geschichte aus den Niederlanden zeigt. Die Universität Maastricht bekommt nämlich drei Jahre nach einem schweren Hackerangriff rund eine halbe Million Euro zurück, gezahlt hatte sie den Kriminellen 200.000 Euro. Grund dafür ist neben erfolgreichen polizeilichen Ermittlungen der Kursanstieg von Bitcoins. Das Lösegeld sei in der Kryptowährung bezahlt worden, schreibt die Zeitung "de Volkskrant". Vorletztes Jahr stießen die Ermittler dann auf Bitcoins im Wert von 40.000 Euro im digitalen Geldbeutel eines Mannes in der Ukraine, der für die Hacker Geld gewaschen hatte. Die juristischen Verhandlungen über die Rückübertragung aus dem gesperrten Wallet zogen sich bis dieses Frühjahr hin. Inzwischen war der Wert auf fast eine halbe Million Euro gestiegen. Das Geld soll einem Fonds für Studenten in Not zugutekommen. Die Uni betont allerdings, dass der von den Hackern angerichtete Schaden angesichts der Kosten zur Erneuerung des IT-Systems weit größer als die Lösegeldsumme gewesen sei. Gefasst sind die Hacker bis heute nicht. Nach ihnen und dem Rest der Lösegeld-Bitcoins wird weiter gesucht.