Der TagUntergang der „Sewol“ - Ex-Chef der Küstenwache freigesprochen
Fast sieben Jahre nach einem Fährunglück mit mehr als 300 Toten hat ein Gericht den damaligen Chef der südkoreanischen Küstenwache freigesprochen. Kim Suk Kyoon und neun andere aktuelle und frühere Vertreter der Küstenwache könnten nicht für die verpfuschte Rettungsaktion zur Rechenschaft gezogen werden, entschied das Gericht in Seoul. Ihnen könne keine Verletzung ihrer beruflichen Sorgfaltspflichten nachgewiesen werden. Die Fähre "Sewol" war am 16. April 2014 vor der Insel Jindo vor der Südwestküste Südkoreas gekentert. Von den 476 Menschen an Bord kamen 304 ums Leben, die meisten von ihnen waren Schulkinder. Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, dass eine Kette von Fehlentscheidungen und menschliches Versagen zu der Katastrophe führten. Mehrere Besatzungsmitglieder wurden zu Haftstrafen verurteilt, der Kapitän bekam lebenslänglich. Sie hatten zu den ersten gehört, die von Bord gingen, während Hunderte Passagiere unter Deck gefangen waren.