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Der TagUrteil: Home Office-Arbeiter bekommen Mietzuschuss

24.05.2020, 16:16 Uhr
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Die Küche als Arbeitsplatz: Das könnte bei der Miete zu Buche schlagen. (Foto: imago images/SKATA)

Dass Großraumbüros auf dem absteigenden Ast sind, heißt für Konzerne nicht unbedingt, dass sie Büromieten einfach sparen können. Schweizer Unternehmen müssen ihren Angestellten künftig einen Teil der Miete zahlen, wenn sie diese im Home-Office arbeiten lassen. Ein entsprechendes Urteil fällte das Schweizer Bundesgericht bereits am 23. April 2019, berichtete die "Neue Zürcher Zeitung". Wegen der Corona-Krise könnte der Spruch, der erst jetzt publik wurde, viel weitreichendere Folge haben, als die Richter vorhersehen konnten.

  • Auf Mietkosten-Entschädigung hatte ein Mitarbeiter einer Zürcher Treuhandfirma geklagt. Die Firma machte daraufhin geltend, dass sie mit dem Mitarbeiter nie eine entsprechende Entschädigungsvereinbarung getroffen habe.

  • Diesen Einwand ließen die Richter nicht gelten. Dass dem Mitarbeiter für das Home-Office keine zusätzlichen Kosten – wie beispielsweise das Anmieten eines zusätzlichen Zimmers – entstanden sind, war für die Richter kein Grund, von einer Entschädigung abzusehen.

  • Experten gehen laut NZZ davon aus, dass auf Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter zum Homeoffice auffordern, noch weitere Kosten zukommen könnten. Etwa die für den Bürostuhl und den Laptop.