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Der TagUrteil in Hamburg: Elfeinhalb Jahre Haft für Stalking und Mordversuche

20.01.2022, 16:58 Uhr

Im Prozess um beinahe tödliche Schüsse auf eine 53-Jährige in Hamburg-Wilhelmsburg hat das Landgericht Hamburg den Angeklagten zu einer Haftstrafe von elfeinhalb Jahren verurteilt. Der 24-Jährige habe sich des Mordversuchs in zwei Fällen, gefährlicher Körperverletzung und weiterer Straftaten schuldig gemacht, erklärte die Vorsitzende der Strafkammer, Birgit Woitas. Der Angeklagte hatte nach Überzeugung des Gerichts am 11. März 2021 auf die Frau und ihren damals 13 Jahre alten Sohn geschossen - vor dem Haus der Familie. Motiv für die Tat war die Verärgerung des Mannes über die Tochter der 53-Jährigen. Die Abiturientin habe seine Annäherungsversuche zurückgewiesen. Er habe das nicht akzeptiert und sie über ein Jahr lang gestalkt, sagte die Richterin. Da er annahm, er werde von der Mutter im Stadtteil als Vergewaltiger verleumdet, geriet er in Wut. Am Tattag überraschte er die Frau und ihren Sohn vor der Haustür, schrie sie an und schoss unvermittelt auf die beiden. Der unverletzte Sohn zog die Mutter ins Haus und schloss die Tür.

Quelle: ntv.de